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- 21.6.2010: Father's Day im District
- 14.6.2010: Der Vegas Blog vom Doc ist wieder da
- 5.1.2010: Time to say Goodbye
- 9.7.2009: Der Main Event – Mein Videoblog von der WSOP Teil 7
- 4.7.2009: Prolog zum Main Event – Mein Videoblog von der WSOP Teil 6
- 27.6.2009: Finaltisch im Omaha Hi/Lo – Mein Videoblog von der WSOP Teil 5
- 20.6.2009: Racing-Battle mit Henning Pohl – Mein Videoblog von der WSOP Teil 4
- 15.6.2009: Golfbattle mit George Danzer – Mein Videoblog von der WSOP Teil 3
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Archive für Dezember 2007
Jahresendrallye
24.12.2007 von Michael Keiner.
„Ich wünsche mir die Kraft, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen unterscheiden zu können.“
Alle Jahre wieder scheint der Ablauf der Dinge zum Jahresende hin einer merkwürdigen, alleine mit Newtonscher Physik nicht erklärbaren Beschleunigung zu unterliegen und man kommt kaum damit nach, überall dort präsent zu sein, wo es erforderlich ist und Aktivitäten zu entfalten, wo es nötig erscheint. Eben eine typische Jahresendrallye… Am 24.12. kehrt dann meistens mit einem Schlag Ruhe ein und man fragt sich, warum die drei vorhergehenden Wochen so hektisch ablaufen mussten.
Direkt nach meiner vorzeitigen Abreise vom EPT Turnier in Prag (nein, heute möchte ich Euch wirklich nicht mit irgendwelchen belanglosen Bad Beat Stories langweilen) ging es nach München, wo ich die ehrenvolle Aufgabe hatte, insgesamt 11 Folgen à 90 Minuten der UK Poker Open 2007 gemeinsam mit Markus Krawinkel kommentieren zu dürfen. 9 der insgesamt 108 Teilnehmer waren Deutsche, die sich hier überragend gut darstellen konnten. Es hat wirklich Spaß gemacht, die einzelnen Heats zu vertonen. Die Folgen werden ab Januar auf „Das Vierte“ ausgestrahlt und noch eine gute Nachricht: Ein Teil der Sendungen wird zweimal pro Woche um 22:15 Uhr, also ohne diese endlosen Werbeblocks für obsolete Telefonnummern ausgestrahlt werden.
Bis zum 4. Januar ist jetzt Pause angesagt, Zeit, die Dinge zu erledigen, die irgendwo auf der Strecke geblieben sind und vielleicht auch Gelegenheit, einmal Bilanz zu ziehen. Das Jahr 2007 war zweifellos das erfolgreichste meiner bisherigen Pokerkarriere. Das kleine goldene Armband, welches ich bei der WSOP im Juni gewinnen durfte, war zweifellos ein Meilenstein, ein Lebenstraum für mich. Aber nicht nur das Bracelet aus Vegas, sondern auch die halbwegs vernünftigen Ergebnisse bei den größeren internationalen Events auf europäischem Boden machen durchaus berechtigte Hoffnung, dass auch 2008 mit einigen Überraschung von der „sunny side of life“ aufwarten wird. Die verschlungenen Pfade der Varianz sind oft holprig und steinig, manchmal führen sie aber geradewegs an den Traumstrand, den man sonst nur von Hochglanzprospekten her kennt.
Die Ziele für 2008 sind dementsprechend hoch gesteckt. In der europäischen Rangliste möchte ich wieder einmal einen Platz unter den Top 10 erreichen, nachdem diesmal nur Platz 16 rumgekommen ist. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an meinen Freund Andreas Krause, der die diesjährige Rangliste in einem „Kopf an Kopf“ Marathon mit dem Norweger Soren Kongsgaard für sich entscheiden und gewinnen konnte. Good Job, Andy! Geeignetes Betätigungsfeld bei diesem Vorhaben dürfte wohl auch die neu eingeführte Casinos Austria Pokertour sein, die mit sechs größeren Events in verschiedenen österreichischen Städten auf meinem Programm steht.
Außerdem brennt mir nach wie vor die EPT auf der Seele. Einige Male hatte ich schon einen aussichtsreichen Schuss zumindest auf den Finaltisch, aber der ganz große Erfolg hat sich bisher noch nicht eingestellt. Für die laufende Saison stehen in meinem Turnierplan noch Dortmund, Warschau und Monte Carlo, unter Umständen auch San Remo. Die Teilnahme an letztgenanntem Event werde ich spontan und nach „Bauchgefühl“ entscheiden, da das Turnier mit einem Festival der Austrian Poker Tour kollidiert.
Ganz kurzfristig geht es am 4. Januar für ein verlängertes Wochenende an die Westküste der irischen Insel nach Galway zur Irish Pokerchampionship. Ab 13. Januar ist „Zock and Snow“ in Seefeld angesagt und vom 18. bis 20. Januar wechsle ich die Seiten und bin Gastgeber und Turnierdirektor des 888 Pokerfestivals in Wiener Neustadt. Ich freue mich schon auf diesen Job, da wir fast 1.000 deutschsprachige Pokerfans erwarten und damit eines der größten Liveturniere veranstalten, die je auf europäischem Boden ausgetragen wurden.Das Jahr 2008 scheint also zumindest spannend zu werden und ich werde Euch natürlich an dieser Stelle auf dem Laufenden halten.
Das Wichtigste zum Schluss: Allen Fans und Lesern dieses Blogs ein frohes Weihnachtsfest und ein traumhaft schönes 2008!!!
Euer Michael von free-888.com
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Am Start für Deutschland
6.12.2007 von Michael Keiner.
„Es ist völlig unerheblich, ob man das Board getroffen hat oder nicht. Auch die Informationen, die man seinem Gegenüber gibt, spielen letztendlich keine Rolle. Ausschlaggebend ist einzig und allein die Tatsache, welche Informationen der Mitspieler aufnimmt und welche Schlüsse er daraus zieht“ Wenn man speziell beim Turnierpoker einen Showdown vermeiden will (was einen der wichtigsten Faktoren auf der Erfolgsstraße zum Sieg darstellt), erhält dieser Satz fundamentale Bedeutung.
Das dachte ich auch am Montag in meinem zweiten Match im Rahmen des Poker Nationen Cups im Casino Austria Bregenz. Wir hatten ein Team am Start, auf das ich unglaublich stolz bin. Andreas Krause in der Rolle des perfekten Captains, der seine Mannschaft motivierte, einen strategischen Plan für Teamplay aufstellte und souveräne Führungsqualitäten an den Tag legte. Katja Thater mit einem Heißhunger auf den Sieg, wie ich ihn selten erleben konnte. Thomas Bihl mit mehr als 50.000 (!!!) gespielten Sit’n Gos das Bollwerk an Erfahrung und Gelassenheit, Sebastian Ruthenberg als die perfekte Antwort auf Niki Jedlika, der EPT Sieger von 2006 Thang Doug Nguyen mit einer Routine und technischen Stärke in allen drei Disziplinen (7-Card Stud, Potlimit Omaha und Nolimit Holdem) als mächtiger Allrounder und meine Wenigkeit traten für Deutschland an.Nachdem ich mein erstes Match im 7-Card Stud als Dritter hinter Thang und den für Österreich spielenden Ivo Donev beendete, wollte ich dann bei Potlimit Omaha natürlich noch ein paar Punkte mehr für Deutschland einfahren. Teamplay ist grundsätzlich völlig anders zu bewerten, als ein normales Individualturnier. Bei jeder Entscheidung, die ich am Tisch treffen muss, steht das Team im Vordergrund und nicht mein persönliches Resultat. Das macht es nicht gerade leichter, weil man plötzlich nicht mehr nur für sich allein verantwortlich ist.
Im zweiten Match sitzt Anton Alleman, jener junge Schweizer Profi, der gerade erst vor zwei Monaten mit seinem Finaltisch in Baden bei der EPT für Aufsehen gesorgt hat, mit mir am Tisch. Ich hatte schon in Amsterdam Gelegenheit, mit ihm Omaha Cashgame zu spielen und wusste, dass er wirklich stark ist. Ausgestattet mit einem eher tighten Image, fährt er in Wirklichkeit jene Omaha-Strategie, die die skandinavischen Pros so gefährlich macht. In früher Position werden tendenziell eher niedrige Connectors als Eröffnung geraist und diese Hand gab ich ihm auch, als er bei noch sechs Spielern am Tisch UTG den dreifachen Big Blind auf 600 erhöhte. Ich fand am Button :As :Ks :Jh :4h und callte sein Bet, so dass wir den Flop Heads Up sahen. Bei :Th :Qh :Qd machte er sein erwartetes Continuation Bet in Höhe von 600.Ich war bereits seit 4 Uhr morgens auf den Beinen, da ich direkt aus London von der Kommentierung der German Open anreiste und offen gestanden nicht mehr so sehr in Höchstform, als dass ich jede einzelne Information am Tisch so präzise wahrnahm, wie es eigentlich hätte der Fall sein müssen. Deshalb entging mir ein kleines Detail: Die Contibet von Anton kam ein klein wenig zu demütig, fast unterwürfig und zögerlich. Dieser „Hollywood“ Tell hätte eigentlich meine Alarmsirenen in Gang setzen müssen, aber ich nahm die darin enthaltene Information nicht auf. Ich hielt zwar nur :Ax hoch, aber mit allen Straight- und Flushdraws zusammen hatte ich 2 x 19 Outs. Auch unter Berücksichtigung seiner Redraws war ich gegen zwei Paar massiver Favorit, selbst gegen einen gefloppten Drilling ergab sich noch eine Coinflip Situation. Ich entschloss mich als zu einem Semibluff und raiste „Pot“, was mit 2.700 Chips genau meinem All in entsprach. Aber meine Drohgebärden gingen ins Leere, Anton glaubte mir einfach die :Qx nicht, die ich mit meinem Raise zu repräsentieren versuchte. Er callte im Bruchteil einer Sekunde mit den Worten: „Das wird schwer für Dich“. Kein Wunder, denn er drehte zwei Damen um und hatte Quads gefloppt. Die 19 Outs schmolzen also sofort auf „Drawing Dead“ dahin und ich musste mich mit dem sechsten Platz und drei Punkten für Deutschland begnügen.
Dennoch muss ich sagen, dass mir der Teamevent unglaublich viel Spaß macht, obwohl wir momentan „nur“ Zweite hinter Österreich sind und im Finale am Donnerstag 18 Punkte aufholen müssen, ist die Stimmung in unserer Mannschaft phänomenal gut. Wie das Ganze zu Ende geht, könnt Ihr dann am Freitag bei www.hochgepokert.tv als Video sehen. Euer Michael von free-888.com
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